Im oberen Erzgebirge, unweit der Grenze zu Böhmen, liegt, zwischen den alten Bergstädten Annaberg und Marienberg, der Ort Mildenau.
Hier befindet sich seit dem Jahre 1898 die Steinmetzwerkstatt WAGLER.

Firmengründer Albin Wagler mit seiner Familie im Hof. Im 				Hindergrund Wassertröge aus Beton.Vor über 100 Jahren gründete Albin Wagler einen kleinen Handwerksbetrieb und begann Beton- und Terrazzoerzeugnisse herzustellen. Waren es am Anfang mehr Produkte für den Bau, so entwickelte sich mit der Zeit die Fertigung von Grabsteinen und Einfassungen, die dann steinmetzmäßig überarbeitet wurden. Der 1. Weltkrieg versetzte der Firma einen harten Schlag. Der Chef, Ehemann und Vater Albin Wagler kehrte nicht mehr aus dem Kriegsdienst heim.

Die 2. Generation - Kurt Wagler neben seinem 					MeisterstückSeine Frau, Hedwig Wagler, führte jedoch mit ihrem ältesten Sohn Kurt die Firma weiter. Nach und nach übernahm der Sohn neben der täglichen Arbeit auch die betriebliche Führung und legte 1938 die Prüfung als Steinbildhauermeister erfolgreich ab. Die Firma wuchs kontinuierlich.
1928 wurde ein neues Grundstück erworben und eine neue und größere Werkstatt gebaut. Dieser gedeihlichen Entwicklung machte der 2. Weltkrieg ein Ende. Nach der Einberufung von Kurt Wagler und seinem noch jugendlichen Sohn Friedemann kam die Produktion völlig zum Erliegen.

Die Firma in 3. Generation. Friedemann Wagler bearbeitet den 				Taufbecken-Stein der Mildenauer KircheJedoch Vater und Sohn kamen wohlbehalten wieder und noch im Jahre 1945 konnte wieder gearbeitet werden. Es ging klein und bescheiden, den Nachkriegsverhältnissen entsprechend, los.
Der anfänglichen Dynamik folgte in den 60-ziger Jahren und später die gebremste und sehr hinderliche Entwicklung durch das kommunistische Regime. In dieser Zeit übernahm Friedemann Wagler die Geschicke der Firma. Als Steinbildhauermeister und Meister im Terrazzohandwerk führte er den Betrieb bis 1989.

Nun ist die 4. Generation an Zuge. Thomas Wagler 				nebst Gehilfen vor der aufgestellten Postsäule in JöhstadtAls bisher 4.Generation übernahm sein Sohn Thomas Wagler den Steinmetzbetrieb, der ein Jahr vorher auf Vater und Sohn geschrumpft war.
Doch die positive Entwicklung nach der Deutschen Einheit im Jahre 1990 ließ die Mitarbeiterzahl bis heute auf 4 ansteigen und in den letzten 10 Jahren konnten 8 Lehrlinge erfolgreich zu Steinmetze ausgebildet werden.
Nach alter handwerklicher Tradition und mit dem Einsatz moderner Maschinen wird gearbeitet und versucht, den Stein in Form zu bringen.
Vom handwerklich gearbeiteten Grabmal, über viele Arbeiten in der Restaurierung bis hin zur Küchenarbeitsplatte reicht heute das Angebot.
Seit August 2004 wird in der alten Bergstadt Annaberg-Buchholz eine Fiale unterhalten. In einem historischen Gebäude aus der Zeit um 1740 ist die Dauerausstellung:
Grabmal - Zeichen der Erinnerung zu sehen.